So spielst du TriPeaks Solitär – Regeln & Strategie
Räume drei Kartengipfel ab, indem du fortlaufende Reihen spielst. Lerne Regeln, Punktesystem und Profi-Taktiken für lange Serien in TriPeaks Solitär.
Inhaltsverzeichnis
Warum TriPeaks? Die kurze Entstehungsgeschichte
TriPeaks liegt an der Schnittstelle von Golf Solitär und Pyramide Solitär. Robert Hogue entwickelte es 1989; es erschien zuerst in Microsofts Windows Entertainment Pack 3 und wurde später in die Microsoft Solitaire Collection aufgenommen, wo es ein völlig neues Publikum erreichte. Anders als bei Golf, wo alle Karten offen liegen, verbergen sich bei TriPeaks 21 Karten unter 7 offenen „Gipfelkarten“ – das verlangt vorausschauende Planung. Der Aufbau mit drei Gipfeln gibt dir klare Zwischenziele, und der stetig wachsende Serienzähler verwandelt jeden Lauf in einen kleinen Adrenalinkick.
Wenn Golf die Driving Range ist und Pyramide der Matheunterricht, dann ist TriPeaks ein malerischer Bergpfad – leicht zu betreten, aber in höheren Lagen überraschend fordernd.
Ziel
Räume alle 28 Tableau-Karten ab, indem du sie in auf- oder absteigender Folge auf den Ablagestapel spielst.
Gewinne schnell, halte riesige Serien am Leben und räume jeden Gipfel ab – für den perfekten Zeitbonus von 600 Punkten.

Aufbau
Baue drei Gipfel aus Karten:
- Reihe 1: Drei verdeckte Karten bilden die Basis jedes Gipfels (insgesamt 9).
- Reihe 2: Je zwei verdeckte Karten darüber (insgesamt 6).
- Reihe 3: Je eine verdeckte Karte darüber (insgesamt 3).
- Oberste Reihe: Drei offene Spitzenkarten.
- Verbindungskarten zwischen den Gipfeln ergeben ein zusammenhängendes Tableau aus 28 Karten.
Talon & Ablagestapel
- Die übrigen 24 Karten bilden den Talon (verdeckt).
- Decke die oberste Talonkarte auf; sie eröffnet den Ablagestapel.
Freiliegende Karten
- Jede Karte, die von keiner anderen überlappt wird, ist frei – und damit spielbar.
Tipp: Stell dir die Auslage wie ein „M“ oder „W“ vor – wer die unteren Täler abräumt, öffnet zwei Gipfel gleichzeitig.
Grundzüge
- Spielregel: Spiele eine freiliegende Tableau-Karte, die genau einen Rang über oder unter der obersten Ablagekarte liegt.
- Die Farbe spielt keine Rolle.
- Umlauf: König ↔ Ass gilt als fortlaufend.
- Die gespielte Karte wird zur neuen obersten Ablagekarte – und kann direkt den nächsten Zug einleiten.
- Wenn nichts mehr geht: Klicke auf den Talon, um die nächste Ablagekarte aufzudecken – aber Vorsicht: Deine Serie fällt auf null zurück.
Karten freilegen
Jede entfernte Karte kann eine oder zwei darunterliegende freigeben. Deine Aufgabe: Züge so choreografieren, dass du verdeckte Karten aufdeckst und gleichzeitig die Serie am Leben hältst.
Der Sieg
- Sieg: Alle 28 Tableau-Karten sind weg.
- Niederlage: Der Talon ist leer, während noch Karten liegen.
Punktesystem
TriPeaks belohnt Schwung.
1. Serienpunkte
- Basis: 1 Punkt pro Karte.
- Serienbonus: +n Punkte, wobei n deine aktuelle Serienlänge ist (beginnend bei 1).
- Beispiel:
- Karte → 1 + 1 = 2
- Karte → 1 + 2 = 3
- Karte → 1 + 3 = 4
- … die 10. Karte in Folge bringt 11 Punkte
- Serienkiller: Ein Zug vom Talon oder eine Pause von mehr als 3 s (optionaler Timer-Modus) setzt die Serie auf null zurück.
2. Gipfelboni
- Einen kompletten Gipfel abräumen: +15 Punkte (max. 45 Punkte).
- Die Reihenfolge ist egal – doch die Serie überlebt oft länger, wenn du einen Gipfel am Stück abarbeitest.
3. Zeitbonus
- ≤ 30 s: +600 Punkte.
- 30 s – 10 min: Der Bonus sinkt linear auf 0.
- Faustregel: Pro Sekunde über 30 s gehen etwa 6 Punkte verloren.
- > 10 min oder unvollständiges Brett: kein Zeitbonus.
4. So sieht eine perfekte Runde aus
- Serie über 24 Karten, abgeräumt in unter 28 s, dazu alle Gipfelboni:
- Kartenpunkte ≈ 300, Gipfel 45, Zeit 600 → ~945 Punkte.
- In der Praxis ist alles über 700 hervorragend.
Kernstrategie & Taktik
1. Zuerst die Täler anvisieren
Wer die unteren Karten entfernt, öffnet zwei angrenzende Gipfel gleichzeitig. Eine einzelne 7 im Tal kann eine 8 und eine 6 darüber freilegen – drei Züge zum Preis von einem.
2. Serien aufbauen & auskosten
Durchschnittliche Spieler verlieren ihre Serie alle 4–5 Karten. Profis schaffen Serien von 12 bis 15 Karten, indem sie:
- Ablagekarten mit mittleren Werten (7, 8) stehen lassen, die in beide Richtungen anschließen.
- Züge vom Talon vermeiden, bis es wirklich nicht mehr anders geht.
- sich eine Leiter in beide Richtungen vorstellen (D-K-A-2-3-4 …).
3. „Angelpunkte“ nutzen
Asse und Könige sind Endpunkte. Bevor du einen König spielst, frag dich: „Kann ich in einer einzigen Kette über Ass → König → Dame weiterspielen?“ Spare dir solche Angelpunkte auf, um deine Serien zu verlängern.
4. Auf künftige Flexibilität setzen
Manchmal stehen zwei Züge zur Wahl: 5 → 6 oder 5 → 4. Wirf einen Blick auf die noch bedeckten Nachbarn. Liegen sowohl die 3 als auch die 7 begraben, wähle die Richtung, die eine von beiden freilegt.
5. Kontrolliert vom Talon ziehen
Eine neue Ablagekarte zu ziehen ist mächtig – behandle sie wie einen Joker. So timen es Profis:
- Spiele die aktuelle Kette, bis nichts mehr geht.
- Präge dir die nächsten 2–3 Optionen im Tableau ein.
- Ziehe einmal – in der Hoffnung, dass die Karte in deinen Mini-Plan passt.
- Passt sie nicht: kein Grund zur Verzweiflung – später gezogene Karten können frühere Gipfel wiederbeleben.
6. Gipfel abräumen für Bonus & Übersicht
Ein abgeräumter Gipfel bringt nicht nur 15 Punkte, sondern verkleinert auch das Spielfeld und entlastet den Blick. Gib einem Gipfel Vorrang, sobald nur noch 2–3 Karten auf ihm liegen.
Konzepte für Fortgeschrittene
Serien-Mathematik & Erwartungswert
Die Belohnung für lange Serien wächst quadratisch: Der gesamte Serienbonus über n Karten beträgt n(n + 1)/2. Eine Kette aus zehn Karten bringt 55 Bonuspunkte – so viel wie zwei abgeräumte Gipfel. Eine einzige zusätzliche Karte in der Serie ist deshalb mehr wert als der Gipfelbonus, den du dir durch vorschnelles Ziehen erkaufst.
Den Talon mitzählen
Der Talon enthält 24 Karten: Dir bleiben also 23 Züge, bevor die letzte Karte fällt. Rechne nach, wie viele Züge du brauchst: Liegen noch 15 Tableau-Karten, benötigst du rein rechnerisch mindestens eine 8er-Serie, um fertig zu werden (24 Aktionen insgesamt, inkl. Ziehen). Rechne vom Ziel aus rückwärts.
Der Ablage-Reset-Trick
Angenommen, auf dem Ablagestapel liegt eine 9, du brauchst aber eine 5 für die Kette 4-5-6. Liegt oben im Talon eine 8, bringt einmaliges Ziehen nur die 8 – immer noch falsch. Noch einmal ziehen? Riskant. Räume stattdessen eine 10 ab (falls frei), sodass die Ablage eine 10 zeigt – jetzt hast du Anschluss in beide Richtungen und vergrößerst deine Reichweite ganz ohne Talon-Strafe.
Umgang mit toten Karten
Karten vom Rang 2 oder Dame erzeugen oft Engpässe, weil sie jeweils nur an zwei Nachbarn anschließen. Decke sie früh auf und plane Umlauf-Züge (Ass ↔ König), um Sackgassen zu umgehen.
Häufige Fehler & Gegenmittel
| Fehler | So vermeidest du ihn |
|---|---|
| Die Serie für einen einzelnen Bonus opfern | Rechne nach: Wiegt ein Gipfelbonus von +15 mehr als 20+ verlorene Serienpunkte? Selten. |
| Könige/Asse sofort spielen | Hebe sie als Umlauf-Angelpunkte auf – außer sie räumen einen Gipfel ab. |
| Die äußeren Gipfel ignorieren | Hat der linke Gipfel weniger Blocker, wechsle dorthin – Abwechslung erhält das Serienpotenzial. |
| Talon-Spam | Beschränke dich auf <10 Züge vom Talon pro Partie. Zähle im Kopf mit. |
Wahrscheinlichkeiten & Richtwerte
| Kennzahl | Gelegenheitsspieler | Geübter Spieler |
|---|---|---|
| Ø Siegquote | 55 % | 85 % |
| Ø Serienlänge | 4–5 | 9–12 |
| Ø Zeit (Sieg) | 4–6 min | 1 – 2,5 min |
| Runden mit 700+ Punkten | 5 % | 30 % |
Erreiche erst eine Siegquote von 80 %, bevor du Zeitbonus-Rekorde jagst – Konstanz erzeugt Tempo.
Häufig gestellte Fragen (ausführlich)
Kann ich in einer Serie Karten aus verschiedenen Gipfeln spielen?
Ja. Die Gipfel sind nur räumliche Gruppen; für die Serie zählt allein die fortlaufende Rangfolge.
Spielen die Farben überhaupt eine Rolle?
Nein. Anders als bei Spider oder Klondike ignoriert TriPeaks die Farben komplett.
Warum reißt meine Serie ab, wenn ich auf den Talon klicke?
Jeder Zug vom Talon gilt als nicht-sequenzielle Aktion und setzt die Serie samt Bonusmultiplikator zurück.
Gibt es unlösbare Partien?
Theoretisch ja – etwa wenn mehrere gleiche Karten tief vergraben liegen (z. B. drei Könige). Auf Card & Puzzle erhältst du standardmäßig aber lösbare Blätter; nur bei zufällig gemischten Partien kann ein Blatt mathematisch unlösbar sein.
Der schnellste Weg, besser zu werden?
Spiele dasselbe Blatt so lange erneut, bis du es löst. Du wirst sehen, wie unterschiedliche Eröffnungszüge deine Serien und die Reihenfolge der Gipfel verändern.
Bereit, die drei Gipfel zu erklimmen?
TriPeaks liefert sofortige Erfolgserlebnisse – kurze Partien, spektakuläre Serienpunkte – und belohnt Perfektionisten zugleich mit schachreifer Planungstiefe. Ob du einen Sieg unter 30 Sekunden jagst oder einfach dein erstes Drei-Gipfel-Brett abräumen willst: Jede Runde ist ein frisches Puzzle.
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